Wunderwunsch: So entstehen personalisierte Geschenke für Kinder

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Ein Name auf einem Kita-Rucksack, ein Tiermotiv auf der Brotdose oder eine individuell gestaltete Lampe für das Kinderzimmer: Was beim fertigen Produkt selbstverständlich aussieht, erfordert unterschiedliche Arbeitsschritte. Bei Wunderwunsch gehört die Personalisierung zum Kern des Geschäftsmodells. Das Unternehmen arbeitet dafür in einer eigenen Manufaktur mit mehreren Verfahren – von der Lasergravur über den UV-Druck und die Sublimation bis zur Stickerei.

Gerade diese Vielfalt ist interessant, denn nicht jedes Verfahren eignet sich für jedes Material und jedes Produkt. Gleichzeitig verbindet Wunderwunsch die technische Seite der Personalisierung mit einem eigenen gestalterischen Ansatz. Viele Motive entstehen nicht aus standardisierten Vorlagen, sondern werden als Aquarelle eigens für das Unternehmen gezeichnet. Ein Blick in die Manufaktur zeigt deshalb, wie Technik, Gestaltung und Produktauswahl zusammenspielen.

Nicht jedes Produkt lässt sich auf die gleiche Weise personalisieren

Wer Personalisierung hört, denkt zunächst vielleicht nur an einen Namen, der auf einen Gegenstand gedruckt wird. Tatsächlich unterscheiden sich die Verfahren jedoch erheblich.

Bei Wunderwunsch kommen unter anderem Laser, UV-Druck, Sublimation und Stickerei zum Einsatz. Welches Verfahren verwendet wird, richtet sich insbesondere nach dem jeweiligen Produkt und dessen Material.

Die Lasergravur eignet sich beispielsweise für Oberflächen, die sich dauerhaft durch den Laser bearbeiten lassen. Dieses Verfahren spielte bereits bei den Anfängen von Wunderwunsch eine entscheidende Rolle. Toni Lösche und Celina Rewel starteten während der Corona-Zeit mit einem vergleichsweise kleinen Laser und personalisierten damit Frühstücksbrettchen.

„Wir haben unser Business mit dem ersten Laser für ungefähr 300 Euro im Ankleidezimmer gestartet“, erinnert sich Toni Lösche. Aus dieser überschaubaren Ausstattung entwickelte sich später eine eigene Manufaktur mit verschiedenen Möglichkeiten zur Veredelung.

Bei Textilien bietet sich dagegen häufig die Stickerei an. Andere Oberflächen können mit UV-Druck oder Sublimation gestaltet werden. Dadurch lässt sich die Personalisierung auf zahlreiche Produktgruppen übertragen.

Gestaltung beginnt lange vor der eigentlichen Produktion

Technik allein macht aus einem Kinderprodukt allerdings noch kein unverwechselbares Produkt. Mindestens ebenso wichtig ist die Frage, was überhaupt darauf zu sehen sein soll. Wunderwunsch setzt deshalb auf eigene Illustrationen. Eine Designerin entwickelt handgezeichnete Aquarellmotive, zu denen beispielsweise Löwen, Hasen und Bären gehören. Die Motive können anschließend für unterschiedliche Produkte verwendet werden.

Das hat einen entscheidenden Effekt auf die Wiedererkennbarkeit. Ein Motiv muss nicht auf ein einzelnes Produkt beschränkt bleiben. Familien können beispielsweise verschiedene Kinderartikel mit einer zusammengehörenden Gestaltung auswählen.

Damit verfolgt Wunderwunsch einen anderen Ansatz als eine reine Namenspersonalisierung. Der Name des Kindes ist zwar ein wichtiges Element, wird aber mit einer eigenen Bildwelt verbunden. Für Celina Rewel spielt dieser gestalterische Aspekt eine wesentliche Rolle: „Ein personalisiertes Produkt soll nicht einfach nur einen Namen tragen. Motiv, Farben und Produkt müssen am Ende zusammenpassen und ein stimmiges Gesamtbild ergeben.“

Wunderwunsch verbindet Eigenprodukte und bekannte Marken

Eine weitere Besonderheit des Sortiments liegt darin, dass Wunderwunsch nicht ausschließlich eigene Produkte anbietet. Das Unternehmen entwickelt einerseits Eigenmarkenprodukte, arbeitet andererseits aber auch mit Artikeln verschiedener etablierter Hersteller. Dazu gehören unter anderem Produkte von Tonies, Little Dutch, Trixie und IKEA. Solche Artikel werden eingekauft und anschließend – soweit für das jeweilige Produkt vorgesehen – durch Wunderwunsch personalisiert.

Dadurch entsteht eine interessante Verbindung: Ein vorhandenes Markenprodukt bildet die Grundlage, während die individuelle Gestaltung in der Manufaktur von Wunderwunsch hinzukommt. Hinzu kommen eigene Produktlinien. Gerade diese Eigenprodukte haben für das Unternehmen eine hohe Bedeutung. Für Eltern bedeutet die Kombination vor allem eine größere Auswahl. Sie können sich für unterschiedliche Marken und Produktarten entscheiden, ohne grundsätzlich auf die Möglichkeit einer individuellen Gestaltung verzichten zu müssen.

Wunderwunsch: So entstehen personalisierte Geschenke für Kinder
Celina Rewel und ihr Partner Toni Lösche sind die Gründer von Wunderwunsch.

Von der Datei zum fertigen Kinderprodukt

Bevor ein personalisierter Artikel verschickt werden kann, müssen Gestaltung und Produktion zusammengebracht werden. Bei einem Namen erscheint dieser Prozess zunächst einfach. Doch Schriftart, Größe und Position müssen zum jeweiligen Gegenstand passen. Kommt zusätzlich eine Illustration hinzu, müssen beide Elemente aufeinander abgestimmt werden.

Auch das Material setzt Grenzen. Eine Gestaltung, die auf einer Brotdose funktioniert, lässt sich nicht automatisch auf einen Stoffrucksack übertragen. Deshalb kommen in der Manufaktur unterschiedliche Verfahren zum Einsatz.

Gerade darin liegt eine der Herausforderungen der Personalisierung: Obwohl viele Artikel individuell angefertigt werden, müssen die Abläufe reproduzierbar bleiben.

„Wir nutzen ganz unterschiedliche Verfahrenstechniken – Laser, UV-Druck, Stickerei und Sublimation. Entscheidend ist für uns, für jedes Produkt die passende Form der Personalisierung zu finden.“ – Toni Lösche, Mitgründer von Wunderwunsch

Die verschiedenen Möglichkeiten erlauben es Wunderwunsch, ganz unterschiedliche Produktgruppen zu individualisieren, ohne sich auf eine einzige Veredelungstechnik beschränken zu müssen.

Bei Kinderprodukten zählt nicht nur die Optik

Bei Artikeln für Babys und Kinder kommt neben der Gestaltung ein weiterer Faktor hinzu: die Produktsicherheit. Besonders offensichtlich wird das bei Gegenständen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Eine Brotdose soll schließlich nicht nur hübsch aussehen, sondern für ihren vorgesehenen Verwendungszweck geeignet sein. Toni Lösche hebt hervor, dass Wunderwunsch bei entsprechenden Anwendungen zertifizierte Tinte verwendet. Das Thema Produktsicherheit spielt für das Unternehmen eine wichtige Rolle.

Gerade bei personalisierten Produkten ist dieser Punkt relevant. Durch die Veredelung kommt schließlich ein zusätzlicher Produktionsschritt hinzu. Die Gestaltung darf deshalb nicht losgelöst von der späteren Verwendung betrachtet werden. „Wir möchten Produkte gestalten, die Kindern und Eltern gefallen, aber die praktische Nutzung muss dabei immer mitgedacht werden“, erklärt Celina Rewel. Design und Funktion sollen sich bei den Produkten des Unternehmens daher möglichst ergänzen.

Auch die Produktfotografie folgt einer eigenen Handschrift

Der Herstellungsprozess endet für Wunderwunsch nicht unbedingt mit dem fertigen Artikel. Das Unternehmen beschäftigt auch eine eigene Produktfotografin. Viele Produkte werden in eigens aufgebauten Settings fotografiert. Wunderwunsch möchte damit eine möglichst natürliche Darstellung seiner Artikel erreichen und zugleich eine konsistente Bildsprache schaffen.

Das passt zum übergeordneten Markenansatz der Gründer. Toni Lösche betont, dass Wunderwunsch langfristig nicht als austauschbarer Shop wahrgenommen werden soll. Von den eigenen Illustrationen über die Produktfotografie bis zur Verpackung sollen verschiedene Elemente eine gemeinsame Handschrift erkennen lassen.

Auch beim Versand setzt sich dieser Gedanke fort. Zum Verpackungskonzept gehören beispielsweise Juteschnüre und Anhänger, die anschließend als Lesezeichen weiterverwendet werden können. Damit reicht die Beschäftigung mit dem Produkt vom ersten Entwurf bis zu dem Moment, in dem das Paket beim Kunden ankommt.

Warum die eigene Manufaktur für Wunderwunsch wichtig ist

Personalisierung ist für Wunderwunsch kein kleiner Zusatzbereich neben einem ansonsten standardisierten Sortiment. Sie bildet die Grundlage der Unternehmensgeschichte und ist bis heute ein zentraler Bestandteil der Marke. Aus einem Laser im Ankleidezimmer ist eine Produktion entstanden, in der unterschiedliche technische Verfahren eingesetzt werden. Parallel dazu wurden eigene Designs und Produktlinien entwickelt und das Sortiment um zahlreiche Markenprodukte erweitert.

Die Manufaktur verbindet diese unterschiedlichen Bereiche miteinander. Sie ermöglicht es Wunderwunsch, einen Kita-Rucksack anders zu individualisieren als ein Holzprodukt oder eine Brotdose und trotzdem eine gemeinsame gestalterische Linie zu verfolgen. „Uns geht es darum, Wunderwunsch wirklich als Marke zu etablieren“, erklärt Toni Lösche. Entscheidend sei dabei auch die Liebe zum Detail – von der Gestaltung der Produkte bis zu ihrer Präsentation und Verpackung.

Genau diese Verbindung aus Technik und Gestaltung macht die personalisierten Produkte aus. Denn hinter einem scheinbar einfachen Namen auf einem Kinderprodukt stehen Designentscheidungen, unterschiedliche Materialien und jeweils passende Personalisierungsverfahren.

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